Galerie Mattocks 2008

Fetziger Sound der „Good old Oldies“
 lag über Nortrup

Musikalischer Tripp in die 70er und 80er Jahre beim 11. Mattocks-Revival

 

Eigentlich sollte nach zehn Jahren „Mattocks-Revival“ ja Schluss sein, doch das Publikum wollte es anders. Und es kam anders, ganz anders. Drei Tage Festzelt-Musik, von Funk-Rock bis Big-Band-Sound. Die Kernfete und das Publikumsmagnet aber war nach wie vor die Mattocks-Party am Samstag.

Mehr Zuschauer hätte die Auftaktveranstaltung am Freitag, der „1. Artländer Band-Contest“ allerdings verdient gehabt. Fünf junge Formationen aus Bersenbrück, Bieste, Gehrde und Quakenbrück stellten sich vor. Das was die jungen Musiker zu Gehör und zu Gesicht brachten konnte sich wahrlich sehen lassen. „The Waynes“, „Barry Yoko“, „Where ist my mum“, „Die Tulpen“ und „Mr. Cracker” überzeugten mit eigenen Stücken, teilweise deutschen Texten, mit Witz, Ironie und einem gehörigen Schuss Musikalität. Bewertet wurden die Band mit einem Punktesytsem von Musikproduzent Gerd Ebel, Ralf Schlüwe, Eventmanagerin Jennifer Pabst und dem Frondman der Band „Finerip“ Wolfgang Kühn. Zum Sieger des Abends kürte die Jury schließlich die Quakenbrücker Rock`n Roller „Mr. Cracker“. Als Band, die schon über eine Portion Bühnenerfahrung verfügt, überzeugten die Jungs nicht nur kerniger Musik sondern heimsten den Erfolg nicht zuletzt wegen ihrer gecoverten Songs ein. Recht nahe lagen die Bewertungen der vier Mitbewerber beieinander.

Mehr Gedränge herrschte am Samstagabend vor der Bühne. Seit Jahren sind es fast immer die gleichen Gesichter, die man trifft und auch das Repertoire variiert nur wenig. Aber gerade das ist es wohl, was die Popularität des „Mattocks-Revivals“ ausmacht, das seit nunmehr elf Jahren tausende von Besucher nach Nortrup pilgern lässt. „Zurück in die Zeit unserer Jugend, als die Spotnicks, die Beatles oder Manfred Man`s Earthband die internationalen Hitlisten anführten“, so Mattocks-Frondman Dieter Schlüwe bei seiner Begrüßung, „soll es heute abend gehen“. Und wie schon damals startete die Riesenparty 2008 zur „gesitteten Zeit“ pünktlich um 20 Uhr. Und ohne Umschweife kamen sie dann, die Hits der 60er, 70er und 80er Jahre. Jede Menge Ohrwürmer, fast Titel, begleitete die „reifer gewordenen Fans“ bis in die Morgenstunden. Lobo`s softiges „me and you and a dog namend Boe“ oder Buddy Holly´s rockiges “Rave on”, vom Publikum begeistert mitgesungen, haben von ihre Aktualität scheinbar nichts eingebüßt und gingen auch nach 30 Jahren ohne Umwege direkt in die Beine. Mit „Bonedery“ begeisteret gegen Mitternacht ein Rhythus & Soul Orchestra aus Osnabrück das Partyvolk. Eigene Interpretation bekannter Titel, wie „Proud Mary“ oder „Shame, shame, shame“ zelebrierten sie mit viel Herzblut und Dampf bevor die „Mattocks das Bühnenterrain zurückeroberten und die Partylaune bis in die Morgenstunden aufrecht erhielt.